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Volker-Johannes Trieb zitiert, als Chiffre
für den Januskopf Leben, die Labris, die antike Doppelaxt,
bedrohlich für ihren Träger wie für dessen
Gegner, und, als Chiffre der Fruchtbarkeit der Umwege, die
der Mensch zeitlebens zu sich selbst unternimmt, weil er ein
Mensch ist, Stilmerkmal der kretisch-minoischen Klassik, die
das Labyrinth der Labyrinthe gebar – und mit ihm den Minotaurus,
als Teil der Psyche seiner Opfer. Amphoren. Trinkpokale. Tontafeln, frei an
Decke oder Stahlgestell gehängt, zu vielfältig bewegtem
Davor, Dahinter, Dazwischen, Daneben und Hindurch. Papyrushalm.
Delphin. Spirale – nicht zuletzt hintersinniger Verweis auf
die Töpferscheibe Leben.
Volker-Johannes Triebs meditative
Archaismen widersprechen dem Klischee, jedes Labyrinth berge
einzig Verhängnis. Denn was ist ein Labyrinth? Einzig
ein Ort rettungsloser Verirrtheit? Einzig ein Ort der Angst
– vor der Macht des eigenen Un- und Unterbewußten? Volker-Johannes
Trieb zeigt: Ein Labyrinth ist (auch) ein Ort, sich selbst
zu begegnen. Gewiß, die Gefahr des Abirrens besteht.
Doch nur, wer zu sich selbst aufbricht, gleich in welche Richtung,
findet Wege zu sich selbst – weil er aufgebrochen ist.
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