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Als Zeus Prinzessin Europa von Kleinasien nach Kreta raubte, tat er es in Gestalt eines Stiers, schreibt Ovid in seinen "Metamorphosen".
Sei es in den Jagdzaubern der Steinzeit,
sei es in der christlichen Ikonographie, sei es bei Goya: Als
Gegenstand künstlerischer Darstellung nimmt der Stier
seit jeher eine Sonderrolle ein. Zeugungs- und zugleich Zerstörungskraft:
eine archaische Ambivalenz, die Sinn für Sinnbilder verlangt
– und universalgültiger nicht sein könnte.
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