ATELIER AUSSTELLUNGEN ÖFFENTLICHER RAUM INSTALLATIONEN AKTUELLES
 
 
Stierzeichen

21.6. – 19.7. 1998

     

Geht Volker-Johannes Trieb ins größere Format, wird die Abstrahierung stärker. Bei drei schmalen Eisenbändern etwa, auf deren oberen Enden keramische Stierköpfe sitzen - wie Totems. Bei den liegenden Figuren, die aus der zufällig entstandenen Krümmung vierkantiger Walzstahlelemente den langgestreckten oder sich windenden Rumpf eines gestürzten Stieres machen. Signalhafte Reduktion auf ein Minimum an Form - der Schädel auf die dreieckige Fläche einer schweren Keramikplatte geschrumpft. Das Abbild des Stiers wird zur symbolhaften Andeutung, die animalische Körperlichkeit zur künstlerischen Form.

Das Rahmenprogramm zielt auf einen Brückenschlag vom Denken zum Empfinden: Ludwig Ullmann hält einen Diavortrag über den Stier bei Picasso. Harff-Peter Schönherr, Manfred Pomorin und Michael Schütte inszenieren die multimediale Performance "Mythos Stier - Tod in der Arena". Die Sopranistin Sonia Jover-Comas singt, am Klavier begleitet von Thorsten Roth, klassische und folkloristische Lieder von Komponisten wie Albeniz und de Falla.

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